In Erinnerung an die historische Bremer Wettersäule von 1882 ist seit Ende Juli 2025 auf dem Präsident-Kennedy-Platz eine moderne Wetterstation installiert – auf der Spitze eines Verkehrsschildes an der Ecke Rembertistraße.
Die Installation der Bremer Wettersäule 2025 soll Anlaß bieten, für Diskussionen und künstlerische Interventionen um Kultur und Klimaschutz (bereits realisierte Projekte um die Bremer Wettersäule).

Präsident-Kennedy-Platz 2025
Präsident-Kennedy-Platz 2025

Die eingesetzte Wetterstation entstammt dem bürgerwissenschaftlichen Projekt OpenUCO (Open Urban Climate Observatory) der Freien Universität Berlin, der Berliner University Alliance und der technischen Universität Berlin. Die Messkampagne des Berliner Bürgermessnetzwerkes umfasste bis zu 300 Stationen und war speziell darauf ausgerichtet das Stadtklima zu untersuchen. Eine Skalierung des Projektes zur Untersuchung einer größeren Fläche in Bremen ist bereits angedacht, Bürger*innen sollen als Pat*innen eingeladen werden, sich an diesem Projekt zu beteiligen.

Die aktuellen Wetterdaten am Bremer Präsident-Kennedy-Platz sind nun hier einsehbar:

Die historische Bremer Wettersäule am Bischofstor wurde 1882 vom Naturwissenschaftlichen Verein gestiftet. Sie stand etwa auf halbem Wege zwischen der Rembertistraße und dem Bischofstor, auf dem heutigen Präsident-Kennedy-Platz.
In einer Zeit ohne täglichen Wetterbericht gab die Wettersäule mit ihren eingebauten Geräten den Bewohner*innen der östlichen Vorstadt Auskunft über Wind und Wetter und war ein beliebter Treffpunkt. Während des Zweiten Weltkriegs verfiel sie und wurde 1958 abgerissen. Heute befindet sich in etwa der Mitte des Platzes eine Plakette, die ihren historischen Standort markiert (mehr zur Geschichte der Bremer Wettersäule).

Die Bremer Wettersäule 1953
Die Bremer Wettersäule 1953

Kleine Einweihung am 11.Oktober 2025
Sönke Busch: Kultur und Klima – eine Wettersäule für Bremen.
Farbe und Klima - ein erster Test
Die Visualisierung basiert auf der Inferno-Farbskala, einer wahrnehmungslinearen Farbskala, die speziell für die Darstellung kontinuierlicher Daten entwickelt wurde. Sie verläuft von sehr dunklen Violetttönen über Rot und Orange bis hin zu hellem Gelb und gewährleistet eine gute Lesbarkeit auch bei Farbsehschwächen. Inferno ist Teil der viridis-Colormap-Familie von matplotlib und minimiert visuelle Artefakte sowie Fehlinterpretationen.
Die Farbwerte werden durch aktuelle Temperaturdaten bestimmt, die von Sensoren in Bremen und Johannesburg (Südafrika) stammen und über die OpenSenseMap-Plattform bereitgestellt werden (https://opensensemap.org/).

Kontakt:info(at)wettersaeule.de Mehr: www.rememberti.de

Danke: Jens Lamping/Orbisens